Jahreshauptversammlung
Die Freiwillige Feuerwehr Rapperszell blickte bei ihrer Jahreshauptversammlung auf ein spannendes Jahr zurück. Rund 40 Mitglieder waren ins Dorfhaus gekommen, wo vor Beginn der Tagesordnung ein Schweinebraten aus der eigenen Küche serviert wurde.
Vorsitzender Marcus Bernecker eröffnete den Abend mit einem Rückblick auf das Vereinsjahr. Besonders hob er die außergewöhnliche Leistung des Dorfhausteams hervor, das mit 170 Öffnungstagen und über 1700 ehrenamtlichen Stunden für einen reibungslosen Betrieb sorgte. Ohne dieses Engagement, so Bernecker, wäre ein solches Angebot für die Bevölkerung nicht möglich. Auch im Vereinsleben war viel geboten: Zahlreiche Feuerwehrfeste wurden besucht, und für das laufende Jahr stehen bereits wieder viele Veranstaltungen an, bei denen auch befreundete Wehren erwartet werden.
Kommandant Felix Marx berichtete anschließend über die Arbeit der aktiven Mannschaft. Insgesamt rückte die Wehr zu 15 Einsätzen aus, überwiegend zu technischen Hilfeleistungen auf der Jurahochstraße – Standardeinsätze wie Marx sie nennt, die glücklicherweise glimpflich abgelaufen sind. Einen großen Stellenwert nahm erneut die Ausbildung ein. Mehrere Aktive absolvierten Lehrgänge in den Bereichen Atemschutz, Heißbrandtraining, Gruppenführer und Leiter einer Feuerwehr. Zudem laufen die Planungen für einen Fahrzeugtausch mit der Feuerwehr Gungolding sowie der Anbau eines weiteren Fahrzeugstellplatzes am Gerätehaus.
Besonders stolz zeigte sich Marx über die Entwicklung der Kinder- und Jugendfeuerwehr. Neben zahlreichen Übungen nahmen die Jugendlichen am Kreisjugendfeuerwehrtag teil, während die Kinderfeuerwehr ein abwechslungsreiches Jahr mit vielen Aktionen erlebte – darunter ein Ausflug ins Feuerwehr-Erlebniszentrum Augsburg. Um bei Einsätzen mit Kindern besser unterstützen zu können, wurden sogenannte „Retter-Bären“ angeschafft.
Kreisbrandmeister Werner Strehler ging in seinem Grußwort der Kreisbrandinspektion auf aktuelle Entwicklungen im Feuerwehrwesen ein. Der demografische Wandel mache Anpassungen notwendig, weshalb die Altersgrenze für den aktiven Dienst auf 67 Jahre angehoben wurde.
Bürgermeister Roland Schermer betonte, die Rapperszeller Wehr habe sich in den vergangenen Jahren beeindruckend weiterentwickelt. Zudem gibt er einen Ausblick auf 2026, wo Weiterbildung im Bereich Atemschutz und die Indienststellung des Löschfahrzeugs der FF Gungolding einiges Zeit und Übungen in Anspruch nehmen wird.
Zum Abschluss standen Ehrungen auf dem Programm. Für zehn Jahre Vereinszugehörigkeit wurden Martin Lucke, Moritz Markert und Richard Mayer ausgezeichnet. Seit 25 Jahren gehören Alois Mayer jun. und Thomas Wittmann dem Verein an. Für zehn Jahre aktiven Dienst wurden Justin Marx und Valentin Stübler geehrt, für 25 Jahre Sebastian Lehmeyer. Die Bayerische Fluthelfer-Nadel erhielten Anton Bauernfeind, Bernhard Hüttinger, Felix Marx und Martin Spiegel für ihren Einsatz bei der Hochwasserlage in Großmehring.
Infos zum vergangenen Jahr sind zu finden unter Jahresrückblicke.