Kommandanten

Im idylischen Dorf Rapperszell haben sich bis heute immer wieder ehrenamtlich tätige Kommandanten gefunden.

Er ist der erste namentlich erwähnte Kommandant, nachdem der Name des Gründungskommandanten in den Wirren der Geschichte verlorengegangen ist.
Andreas Reigl ist nach zweijährigem Kriegsdienst im Alter von 40 Jahren durch einen Unglücksfall ums Leben gekommen. Der Posten war dann zwei Jahre lang nicht besetzt.

Von ihm liegt zum ersten Mal ein schriftliches Zeugnis eines Kommandanten vor. Am 6. Juni bestätigte er der Gemeinde, für einen Gang nach Kipfenberg zur Distriktsversammlung 4 Mark erhalten zu haben.

In seine Amtszeit fällt auch die "Versetzung" des Feuerwehrhauses, sowie die Brandkatastrophen von 1925  und 1931.

Deutlich waren in seiner Amtszeit die Spuren des Dritten Reiches zu sehen:
So war er angehalten die "Zeitung für das Feuerlöschesen" zu beziehen, 1935 wurden der Gemeinde von Amts wegen "in natura" 30 Schläuche zugeteilt, ein Beitrag an den Landesverband war zu entrichten, 1940 wurden spezielle Luftschutzspritzen mit Schlauch angeschafft, um sich gegen eventuelle Fliegerangriffe zu wappnen.
1941 wurde Wenzl zur Reichswehr eingezogen, den Posten übernahm noch einmal Johann Hüttinger.

Er hatte die schwierige Aufgabe sich nach dem 2. Weltkrieg, ohne große finanzielle Mittel und mit lauter jungen Leuten, über Wasser zu halten.
2. Kommandant war damals Lehmeyer Franz.

30 Jahre lang an der Spitze der Feuerwehr sorgte er immer dafür, soweit es die Finanzlage der Gemeinde erlaubte, dass in neue Gerätschaften investiert wurde. Zudem achtete er darauf, dass der Ausbildungsstand der Wehrmänner immer auf dem Laufendem war. Die zahlreich erworbenen Abzeichen beweisen dies eindrucksvoll.
Aufgrund seiner Verdienste um die Feuerwehr wurde er im Rahmen der Feierlichkeiten zur Einweihung des renovierten Feuerwehrhauses zum Ehrenkommandanten ernannt.
(Stellvertreter waren 20 Jahre Josef Streller und 10 Jahre Willibald Glaßner.)

Willibald Reindl knüpfte nahtlos an die Arbeit seines Vorgängers an. Die wachsende Zahl der Leistungszeichenträger beweist dies.
1996 wurde er von dem bereits gewählten Festausschuss zum Festleiter gewählt und trug somit erheblich zum Gelingen des Festes zum 100jährigen Bestehen der Feuerwehr bei.
Kurz vor seinem Ausscheiden gelang ihm noch ein besonderer Clou. Durch seine Kontakte mit dem Ehrenkommandanten der Feuerwehr Hörlkofen konnte ein ausrangiertes aber noch voll intaktes Feuerwehrauto erworben werden.

Als Berufsfeuerwehrler bei der Flughafenfeuerwehr in Nürnberg bringt Felix Marx die besten Voraussetzungen für das Kommandantenamt mit.
Die Ausbildung wird stetig vorangetrieben. Erstmalig nahm man am Kreisjugendfeuerwehrtag teil.
Ebenso würde das LF8 aufgerüstet. Aufgrund der zunehmenden Einsätze auf der Jurahochstraße wurde ein Aggregat, Beleuchtung, sowie eine Kettensäge mit Schnittschutzausrüstung angeschafft.

In den weiteren Jahren wurde wieder ein LF8 aufgekauft und selber umgebaut.

(Stellvertreter lange Johann Heckl, seit 2017 Michael Rudingsdorfer)